Sieben Trends, die den Detailhandel nachhaltig verändern

23. Januar 2013

Der Detailhandel ist und bleibt gefordert: Verschärfter Wettbewerbsdruck, steigende Preissensibilität, erhöhte Transparenz, fortschreitende Technologisierung, neue Verkaufsformen und veränderte Kaufmuster erfordern von Herstellern und Retailern eine hohe Flexibilität und Innovationskraft. Wer nicht über die notwendigen Strukturen und Prozesse verfügt, um sich rasch und adäquat neuen Markgegebenheiten anzupassen, wird mittelfristig nicht überleben.

Eine zentrale Herausforderung für den Detailhandel bleibt die Digitalisierung, welche die Regeln immer wieder neu definiert. Das Internet erlaubt es Konsumenten nicht nur jederzeit online und mobile einzukaufen, sondern ermöglicht es ihnen auch, sich einfach und rasch relevante Informationen zu Produkten und Dienstleistungen zu beschaffen. Eine spezielle Ausprägung davon zeigt sich im «Showrooming-Effekt»: Konsumenten besuchen den Laden, um sich die Produkte anzuschauen und sich beraten zu lassen. Per Smartphone informieren sie sich direkt vor Ort, bei welchem Anbieter sie das gewünschte Produkt am günstigsten bekommen und kaufen es letztlich dort. Für stationäre Retailer kann diese Entwicklung zu einer ernstzunehmenden Gefahr werden und zwingt sie zu hybriden Retail-Konzepten oder innovativen Multi-Channel-Strategien, welche einen klar erkennbaren Mehrwert für den Konsumenten bieten.

In diesem kompetitiven Umfeld wird Shopper-Marketing immer wichtiger. Es gilt, alle Marketinginstrumente so einzusetzen, dass der Konsument im gesamten Kaufentscheidungsprozess optimal begleitet und unterstützt wird – und schliesslich ein für beide Seiten zufriedenstellender Kaufabschluss resultiert. Besondere Beachtung wird dabei dem Point of Purchase (POP) geschenkt, wo letztlich 70% der Kaufentscheide getroffen werden. Leider steht die Praxis des Shopper-Marketings noch in den Anfängen. Die Retailer müssen deshalb nach dem Motto „Trial & Error“ ihre Verkaufsfläche vermehrt als Versuchslabor nutzen, um neue Konzepte zu testen. Denn nur wer wagt, gewinnt.

Die Y&R Group Switzerland hat die sieben wichtigsten Trends im Retailing identifiziert und deren Impact für Retailer, Hersteller und Marketeers analysiert. Eine Übersicht zu den Trends finden Sie als Flyer zum kostenlosen Download unter www.media-use-index.ch.

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Von Obama‘s Wahlkampf lernen…

29. November 2012

Verbinden mit Werten, nicht Datenpunkten.

Barack Obama’s Wahlkampf-Kampagne war brillant darin, eine Online-Community zu bauen. Der überdurchschnittliche Erfolg kam aber erst dadurch zustande, dass die Wahlhelfer aus dem, was sie online gelernt hatten, eine Offline-Strategie machten.

Das Wahlkampfteam von Obama hat die online gesammelten Daten hervorragend verwendet, um sich über die Menschen, die sie erreichen wollten, zu informieren. So konnten sich die Wahlkämpfer vor Ort mit den Daten auf die Hausbesuche vorbereiten.

Im Ergebnis hatten die gemeinsamen Werte damit eine größere Auswirkung, als die Aggregation von Segmenten. Sie halfen der Kampagne, sich mit den Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten der Gesellschaft zu connecten. Was die Menschen mit Obama verbunden hat, waren also nicht die gemeinsame Datenpunkte, sondern ihre gemeinsamen Werte.

via David Sable, Global CEO of Y&R

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Media Use Index 2012 – Brandneue Ergebnisse zum Mediennutzungs- und Informationsverhalten der Schweizer Bevölkerung

5. Oktober 2012

Am Mittwoch hat die Y&R Group Switzerland die neusten Erkenntnisse aus der MUI Studie 2012 im Museum für Gestaltung präsentiert. Einige kleine Sensationen und brandaktuelle Entwicklungen rund um die Themen wie beispielsweise Social Media, eCommerce und Mobile haben die 140 Gäste begeistert.

Urs Krucker, Head of Strategy, und Scarlett Gaus, Strategische Planerin, präsentieren die neusten Resultate der Studie Media Use Index 2012

Einige Highlights aus der Studie:

  • Mobiles Internet wird zum Massenmedium

Die erste grosse Erkenntnis: die mobile Internetnutzung steigt rapide, die grossen klassischen Medienkanäle wie TV, Print, Radio dagegen stagnieren. Internet per Smartphone wird inzwischen von mehr als der Hälfte (54%) der Schweizer genutzt. Immer mehr Schweizer lesen Zeitungen per Mobile, 20 Minuten wird beispielsweise von rund 40% der Leser mobil gelesen.

  • Social Media und Online Shopping – daily routines

Ist Social Media nun am Höhepunkt angelangt und legt sich bald wieder? Nein, Social Media wächst immer weiter, vor allem in der aktiven Nutzung. 43 Prozent der Befragten geben an aktiv auf Social Networks zu sein.

  • Silver Surfer – vital, mobil, kaufkräftig

Online, auf Social Media und dem Smartphone üben sie dieselben Aktivitäten aus wie jüngere Generationen, wenn auch weniger intensiv, dafür aber bewusster. Zusammenfassend: Silver Surfer sind ausgesprochen mündige Netzbewohner, selektive Internetnutzer und smarte Online-Shopper.

Lade noch heute den MUI-Flyer mit weiteren Highlights herunter!

Flyer Media Use Index 2012 – www.media-use-index.ch

Die Studie Media Use Index (www.media-use-index.ch) untersucht zum vierten Mal das Mediennutzungs- und Informationsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Zum spannenden Quervergleich unterteilt die Studie die Online-Bevölkerung in drei Generationen – „Digital Natives“ (bis 29), „Digital Immigrants“ (30-54) und „Silver Surfers“ (ab 55).

 

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eXploring New York – Get out of the Zoo and into the Jungle

11. September 2012

Vor kurzem waren Strategic Planner des Y&R-Netzwerks aus aller Welt zu Gast bei Y&R New York – unter ihnen war auch ich. Sandy Thompson, Y&R Global Planning Director, und ihr Team rissen uns während drei Tagen aus dem von Mafo-Daten und Statistiken geprägten Planer-Alltag und öffnete uns die Augen für wahre Geschichten über reale Menschen in einer realen Welt.

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Bild: Diskussionsrunde im Y&R Office New York

Die besten Kreativideen resultieren meist aus banalen, offensichtlichen Dingen, die quasi auf der Hand liegen. Und oft sind es „ganz normale“ Menschen in unserem Umkreis, die die Antwort schon lange kennen. Es ist Aufgabe der Strategen, genau hinzuhören und den Wert von scheinbar belanglosen Geschichten zu erkennen. Diese Art von Konsumentenforschung, Y&R eXploring genannt, übt Sandy schon seit über 15 Jahren rund um den Globus aus: Haare waschen für eine Shampoo-Marke in Japan, Speiseeis produzieren in Mexiko, Hochzeit planen in Malaysia, Babysitten für eine Windelmarke, Pole-dancing mit Senioren, etc.

Sandy überzeugte uns davon, dass Marken ihre Konsumenten erst richtig verstehen können, wenn Sie ins Leben der Menschen eintauchen und ihren Alltag erleben. Was sich nach viel Spass anhört, hat sich für uns als harte Arbeit herausgestellt. Für eine Makeup-Marke verabredeten wir uns mit einer Beauty-Shopbesitzerin, ich liess mich im Sephora schminken, wir begleiteten junge Frauen bei der Shoppingtour und beobachteten Besucher im MOMA. Am Ende des Tages sollten wir dann inspirierende, überraschende Geschichten mitbringen. Und das taten wir auch. Nach anfänglichen Hemmschwellen machten wir tatsächlich spannende Entdeckungen. Welche das sind, ist noch geheim. Wir lassen es euch aber wissen, ob und welche Früchte unsere Erkenntnisse tragen werden.

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Bild: eXploring im Sephora-Shop

Den Kopf von den Dingen befreien, von denen man meint genau Bescheid zu wissen, und Platz für Insights schaffen, von denen man nicht einmal wusste, dass man nichts darüber weiss – das ist eXploring!

Ein paar Tipps für alle eXplorers da draussen:

Beginnt mit Daten, aber endet mit Geschichten!
Verbringt Zeit mit „Menschen“, nicht mit „Interviewpartnern“!
Seid „Freunde“, keine Moderatoren!
Bewegt euch in der Umgebung der Interessensgruppen, steckt sie nicht in weisse Räume!
Arbeitet nach deren Zeitplan, nicht nach euren Richtlinien!
Studiert nicht Menschen, lernt sie kennen!

Was sich daraus ergibt? Ein Gefühl, nicht nur Resultate!

/Janine Rupf, Strategic Planner, Y&R Group Switzerland

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